Kleiner geschichtlicher Hintergrund unsere neuen
Räumlichkeiten und dem Gelände in der Naumannstr. 31-85 Haus 1.
Schon im 18. Jahrhundert unter dem Namen "das große Feld" bekannt, wurde es um 1828
vom damaligen Militär gekauft.
Ab 1830 wurde dort eine Pferderennbahn mit Loge für den König errichtet, doch schon 1841
mussten die Pferde weichen, dort wurde die Eisenbahnlinie Berlin - Anhalt errichtet.
Zu derselben Zeit erhielten auch die ersten Eisenbahn Regimenter des Militärs ihr Übungsgelände.
Hier wurden unter anderem auch der Bau von Behelfsbrücken und Tunnel, natürlich auch das verlegen von Gleisanlagen durch die Eisenbahnpioniere geübt.
Bis ca. 1901 nutzten auch die Militärluftschiffer das Gelände für ihre Flugversuche.
Den südlichen Abschnitt belegte ab 1905 eine Versuchs-Kompanie und Kraftfahr-Abteilung als zuletzt aufgestellte Spezialeinheit. So war diese gesamte Militäranlage, heute unter den Namen General-Pape-Kaserne bekannt, für rund 1000 Soldaten ausgelegt.
Aus dem ehemaligen "Großen Feld" war ein Militär technisches Versuchsfeld der Moderne geworden.
Im ersten Weltkrieg waren hier Militär Eisenbahner und Eisenbahnpioniere stationiert, die auch durch ihre Ausbildung beim Zivilen U -Bahn und Tunnel bau in Berlin eingesetzt wurden.
Und auch im zweiten Weltkrieg war beiderseits der Eisenbahn Linien Militär untergebracht zum Beispiel: Das Heereszeugamt für Nachrichten Berlin Schöneberg, Teile der Eisenbahn Artillerie, SA gruppe Berlin - Brandenburg und ein SA Gefängnis indem ca. 2000 Gefangene waren und auch teilweise gefoltert und hingerichtet wurden.
Erst eine weile nach dem zweiten Weltkrieg wurde die Militärische Nutzung langsam nach und nach durch Gewerbeflächen übernommen, aber dennoch immer noch ein Teil der Lagerflächen die "sogenannten Senatsreserven" für weitere Militärische oder Humane Krisen beibehalten, z.b. weiterer Blockaden wie 1948/49 zur Zeit der Luftbrücke durch die Sowjetunion oder August 1961 durch den Mauerbau der DDR, erst Jahre nach dem Mauerfall wurden diese Lager geräumt und nach Russland für die Not leidenden Bevölkerung gespendet.
Auch die Naumannstraße hieß nicht immer so, sondern erst ab 1929, zuvor unter den Namen Kriemhildstraße, Königsweg bekannt bis zum 08.08.1929 und ab dem 09.08.1929 eben Naumannstr. wie sie heute allerseits bekannt ist.
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